Die vier Elemente der Gegenwart

Wesen

In jedem Lebewesen ist ein Kern, wohnt ein Funke, ein Geist, der unveränderlich und unverletzbar, und direkter Ausdruck des Lebens ist. Das hat Platon sinngemäß schon vor mehr als 2000 Jahren zum Begriff des „Wesens“ geschrieben und es ist nach wie vor eine gute Beschreibung dieser Wirklichkeit.

In Erweiterung zum griechischen Philosophen fügen wir hinzu, dass das Wesen für uns der Ort ist, an dem das Individuum angelegt ist, mit all der ursprünglichen Freude am Leben und dem Sein. Die tiefe Lebenslust des Wesens ist nicht verloren, sie ist wach und wartet geduldig auf uns, auf unsere Bereitschaft den Mut zu entwickeln, uns so zu begegnen, wie wir gemeint sind. In der Gegenwart.

Erde

Unser Körper ist ein Wunder. Keine von uns erdachte Konstruktion hat bisher auch nur im Entferntesten die Leistungsfähigkeit des Körpers nachbilden können. Gleichzeitig ist unser Körper ein lebendiger, fühlender Organismus, tatsächlich besteht er aus Billionen von eigenen Lebewesen, den Zellen. Wenn wir also vom zellulären Gedächtnis sprechen, dann gilt das buchstäblich, denn der Körper speichert von Beginn an unsere Erfahrungen ab, er vergisst nicht.

Wir machen uns diesen Umstand zu Nutze, um an die unvergessenen, tiefen Schichten zu gelangen, die unsere Freude und unser Potenzial zellulär aufbewahren. Unser Körper kennt die Wahrheit über uns und er ist reine Lebensfreude.

Gegenwart

In der Gegenwart ist alles willkommen, jede Struktur und jedes Sosein, denn ein Ausschluss oder eine Bevorzugung, ein Konzept von „Richtig“ oder „Falsch“ widerspräche dem Phänomen des Moments. Durch den Widerstand gegen das, was ist, verlassen wir den Moment und begeben uns in die Welt unserer Vorstellung. Das, was ist, braucht keine Gedanken, um zu sein.

Die Gegenwart ist einfach, bedingungslos, frei von Urteilen und menschlichen Wertvorstellungen. Wir riechen, hören, schmecken, sehen und tasten uns in die Wirklichkeit des Augenblicks hinein. Wir sind hier, mit unserem Atem, unserem Körper und mit unserem Geist. Wir entdecken und erleben uns wieder als Einheit. Gedanken kommen und gehen und das, was getrennt war, darf sich wieder fügen, das, was wir sind, darf wieder spürbar für uns werden. Mit allem was sich zeigt. Wir fühlen uns in die Gegenwart hinein.